Montag, 17. August 2015

"User Experience" oder "Wie fühlen sich Bewerber von Unternehmen behandelt?"

Mit Recht erwarten Unternehmen von Bewerbern eine professionelle, fehlerfreie Bewerbung, wenn sie auf Stellenanzeigen reagieren. Jeder Personaler hat bereits Bewerbungen erhalten, die schon von der Form vermuten ließen, dass der Kandidat nicht derjenige sei, den sich der Arbeitgeber wünschte und von dem er vertreten werden wollte.

Umgekehrt darf ein Kandidat erwarten, dass seine/ihre Bewerbung professionell und wertschätzend behandelt wird. Hier gibt es häufig Handlungsbedarf, insbesondere bei KMUs (kleinen und mittleren Unternehmen).

Unprofessionell sind eindeutig:
  • Kein Eingangsbescheid
  • Keine Zwischenmitteilung über den Stand der Bewerbung
  • Kein Absagebescheid
Noch schlechter sind nicht eingehaltene Zusagen (wir melden uns bis ....) oder Versprechungen in Stellenanzeigen (moderne Ausstattung, marktgerechte Vergütung, ...), welche schon im ersten Vorstellungsgespräch als Worthülse entlarvt werden.

Darüber hinaus wundern sich Bewerber über rechtschreibtechnische oder grammatikalische Fehler in Mitteilungen (Eingang, Zwischenbescheid, Absage). Das gilt insbesondere für Stellen, bei denen gute Englischkenntnisse gefordert sind. Englischsprachige Bescheide und Absagen erinnern  häufig an das Niveau von Anfängern der ersten Englischklassen.

Diese Formen des Handelns und Wirkens seitens der Unternehmen sind unprofessionell und führen zu einer negativen Wahrnehmung des Arbeitgebers mit Multiplikator Effekt. Schließlich wird nur ein Kandidat eingestellt, alle anderen werden abgesagt und haben eine nicht wünschenswerte Erfahrung mit dem Unternehmen gemacht, die sie ggf. verbreiten werden. Kununu, das führende Bewertungsportal von XING zu Arbeitgebern, ist nur eine Möglichkeit, Unmut über ein negativ wahrgenommenes Bewerbungsverfahren zu äußern.

Nur mit Glück wird man den entstandenen Rufschaden zunächst nicht merken. Irgendwann führt es aber dazu, dass sich weniger Bewerber für das Unternehmen interessieren, was auch bedeutet: Die Arbeitgebermarke (Employer Brand) ist gefährdet.

Was ist zu tun?
  1. Zunächst muss ein Verfahren festgelegt werden, wie Ausschreibungen verfasst werden. Wichtig ist, dass alle eingehenden Bewerbungen nur an einer Stelle  zusammenlaufen. Eine stellenspezifische eMail Adresse oder ein Online-Bewerbungsformular sind hilfreich. Reaktionszeiten für Bescheide an Kandidaten sind festzulegen und verbindlich an die beteiligten Entscheider zu kommunizieren.
  2. Danach muss die Zuständigkeit geregelt werden. Z.B. Wer übernimmt die Bearbeitung der Bescheide? Von dieser Stelle werden Unterlagen an die Entscheider geroutet, terminiert und nachgefasst.
  3. Dann werden Textvorlagen als Antwortformulare für die eingehenden Bewerbungen und alle mit dem Bewerbungsablauf zusammenhängenden Unterlagen entwickelt und bereitgestellt. Diese Texte sind inhaltlich wie orthographisch genau zu prüfen. Grundlagen des AGG (Allgemeines Gleichstellungsgesetz) sind zwingend anzuwenden. Gleiches gilt auch für englischsprachige Kommunikation.
Die meisten der vorstehenden Punkte werden durch Einsatz eines modernen Bewerbermanagementsystems auf ein hohes Prozessqualitätsniveau gehoben. Das Unternehmen hat zu entscheiden, ob es die Bedienung des Systems durch eigenes Personal realisiert oder den Prozess an einen HR-Partner outsourct. Letzteres vermeidet eine Investition in Technologie, weil der Partner das System "mitbringt".

Alternativen sind betriebswirtschaftlich fast immer unterlegen, da nur ein vergleichsweise hoher Personaleinsatz und sehr gute Prozessbeschreibungen das hohe Prozessniveau eines professionellen Bewerbungsmanagementsystems erreichen können.

HR-Partner zeigen Ihnen gerne an praktischen Beispielen, wie der Einsatz eines Bewerbungsmanagementsystems Ihre Prozesse verbessern hilft und Ihre Arbeitgebermarke schützt.

Sie haben Zweifel, ob Ihr Unternehmen die richtige Größe für einen wirtschaftlichen Einsatz hat? Antworten darauf finden Sie hier.

Montag, 6. Juli 2015

Outsourcing der Personalsuche, Fakten

Welches Unternehmen kennt das nicht? 

Personalsuchen verschlingen Zeit und Kosten

  • für Auswahl der passenden Suchwege wie z.B. Stellenbörsen
  • Bearbeitung eingehender Bewerbungen
  • Auswahl der richtigen Bewerber
  • und die Absagen der nicht erfolgreichen Bewerber

Fehlerquellen gibt es reichlich

  • Die Anzeigen werden nicht gelesen, weil die falschen Medien / Suchmethoden gewählt wurden
  • Die Bewerbungen gehen nicht in dem notwendigen Maß ein
  • Kandidaten springen ab, weil sie bessere Stellenangebote haben oder weil es ihnen zu lange dauert
  • Bewerbungen gehen verloren
  • Bewerber erhalten späte oder keine Annahmebestätigung oder Zwischenbescheide
  • Der Prozess verzögert sich, weil interne Mitarbeiter nicht ausreichend Zeit für die Bearbeitung der Bewerbungen haben (viele Telefonanfragen, Krankheit, Urlaubszeit, ...)
  • Kandidaten springen ab, weil der Prozess zu lange dauert
  • Die Auswahl fällt auf die falschen Kandidaten
  • Enttäusche Bewerber geben schlechte Wertungen auf Bewerberportalen ab
  • Headhunter werden zu hohen Kosten eingekauft

Resümee: 

Obwohl Recruiting keine Kernaufgabe der suchenden Unternehmen ist, hat es trotzdem (notgedrungen) in vielen Unternehmen einen hohen Stellenwert (Budget), weil "Geschäft ohne die richtigen Mitarbeiter einfach nicht geht".


Welche Alternativen gibt es?

  1. Vergabe von Teilaufgaben der Mitarbeitersuche an spezialisierte Dienstleister
  2. Outsourcing des Recruitings (verschiedene Leistungstiefen möglich)

zu 1.
In vielen Unternehmen ist das die gängige Praxis. Für die Stellenausschreibungen gibt es einen Dienstleister, der gestaltet und schaltet. Gleichzeitig wird in Eigenregie mit Stellenanzeigen auf der Homepage gesucht. Die Bearbeitung der Bewerbungen wird im eigenen Unternehmen durchgeführt und im Nachgang wird ein Headhunter beschäftigt.

zu 2.
Ein Outsourcing des Recruiting-Prozesses ist ein konsequenter Schritt um Fehler (z.B. Auswahl Stellenmärkte, nicht optimales Bewerbungshandling, ..) zu vermeiden, eigene Mitarbeiterressourcen zu entlasten und die "time to hire", die Projektdauer, zu senken.
Das Spezialwissen des Outsourcing-Partners zur Suche (Methodenwahl, Stellenmarketing, BigData Tools, IT-Einsatz, ..) vermeidet Verzögerungen und hilft, Kosten zu senken.
Ein Outsourcing ist in beliebiger Tiefe möglich. Das Spektrum reicht von der reinen Zuführung von Kandidaten und der damit zusammenhängenden Sachbearbeitung (Bescheidwesen) als Vorstufe der eigenen Personalarbeit bis hin zum Active Sourcing mit anschließender qualifizierter Personalauswahl.

Alternativkalkulationen 

für "eigenes Recruiting", "Vergabe von Teilaufgaben" und "Outsourcing" ergeben in 95% aller Fälle klare Aussagen:
Outsourcing ist kaum zu schlagen. Qualität, Kosten und Prozessdauer profitieren erheblich.
  • Bei kleineren Unternehmen (1-5 Einstellungen p.a.) überwiegen die Vorteile der Qualität (mehr Bewerber, bessere Qualität des Prozesses, Projektdauer)
  • Mittlere Unternehmen (5-50 Einstellungen p.a.) profitieren in allen Feldern Qualität, Zeit, Kosten
  • Größere Unternehmen (> 50 Einstellungen p.a) profitieren vom sinkenden "Headcount" und vor allem durch das kostenseitige Optimierungspotential

Hemmnisse in Unternehmen für die Entscheidung

  1. Unkenntnis über Outsourcing im Detail
  2. Das Gefühl, auf eine wichtige Kompetenz, das eigene Recruiting, nicht verzichten zu können.

Hier helfen nur Detailkenntnisse weiter. HR-Partner informieren Sie umfassend und berechnen die Alternativen individuell für Ihr Unternehmen, damit Sie eine gute Entscheidungsgrundlage und -Vorlage erhalten.

Dienstag, 24. März 2015

Bedeutung einer Karriere-Webseite

Karriereportal, Online Stellenbörse und Bewerbermanagement

Jedes am Markt teilnehmende Unternehmen hat einen Webauftritt. Häufig mangelt es aber auf den Webseiten an der Führung vorbeisurfender potentieller Kandidaten auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Karriereseiten sind oft nicht optimal gepflegt oder erst gar nicht vorhanden. Viele Webseiten bieten nicht die Informationen und die Funktionalitäten, um für eine Bewerbung zu begeistern. Die Darstellung von Stellenausschreibungen im .pdf Format und die Angabe einer eMail-Adresse zur Bewerbung reicht heute nicht mehr aus.
Unser Tipp: Versetzen Sie sich in die Lage von Interessenten für Stellen in Ihrem Unternehmen und stellen sich folgenden Fragen:
  • Finden Bewerber eine Karrierewebseite mit offenen Stellen?
  • Teilen Sie Werte mit, um die richtigen Bewerber neugierig zu machen?
  • Sind die Stellenausschreibungen auch auf einem Smartphone lesbar?
  • Können sich Bewerber einfach und schnell über Ihre Webseite online bewerben?
  • Kann man sich auch initiativ bewerben?
HR-Partner helfen Ihnen beim Aufbau einer effektiven Karriereseite Ihres Internetauftritts und bieten einen Full-Service für die Pflege und den eRecruitung Betrieb an. Anwendungsbeispiele finden Sie auf den Seiten unseres Technologiepartners HR4YOU.

Der Funktionsumfang

  • Integration einer professionellen Stellenbörse in Ihren Webseiten*
  • Schaltung von gestalteten Stellenanzeigen auf Ihrer Karrierewebseite
  • Automatisches Multiposting (Bundesagentur Arbeit, ...)
  • Cloud basierte Software für die Stellenbörse (SaaS)
  • Formular basiertes Bewerbungsverfahren (geprüfte Rechtssicherheit)
  • Vollautomatische Verbreitung in beliebige kostenfreie und kostenpflichtige Stellenmärkte**
  • Eintrag der Daten und Aufbau eines Talentpools
  • Voll integriertes Bewerber-/ Kandidatenmanagement
  • Keine Bewerbung geht verloren oder wird "vergessen", kein Angriffspunkt zur Nachrede
  • Jederzeitiger Onlinezugriff auf Bewerber in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit
  • Automatisch generierte Annahme-, Zwischen- und Absagebescheide
  • Reports, Übersichten, Bewertungsverfahren, ...
  • Geeignet zur Gewinnung von Auszubildenden, Berufseinsteigern und  Berufserfahrenen

Funktionspaket

  • Verknüpfung der Software mit Ihren Webseiten (xml, iFrame)
  • Betrieb, Wartung der offenen Stellen
  • Datensicherung
  • Einmaliger Einrichtungsaufwand
Monatliche Kosten ab € p.M. 200,- €*

Weitere Optionen

  • Unterstützung des Bewerbungshandlings (RPO Outsourcing)
  • Bewerberhotline bei Ihrem HR-Partner
  • Buchung von Stellenanzeigen auf kostenpflichtigen Portalen (Monster, Stepstone, Stellenmarkt.de, ...)**
Kosten: nach Aufwand

Freitag, 19. Dezember 2014

HR-Partner.com starten durch

Diesmal melde ich mich zu Wort mit einer Meldung in eigener Sache.
Unter HR-Partner.com haben wir eine vollständig neue Webseite aufgebaut, die unser Angebot Eine starke Gemeinschaft für Personalarbeit in Deutschland beschreibt. Dabei wenden wir uns vor allem an
Schauen Sie doch einfach mal rein und sehen nach, was HR-Partner ausmacht und welchen Nutzen Sie aus einer Zusammenarbeit ziehen können.

Montag, 20. Oktober 2014

Big Data im Recruiting

Welche Chancen eröffnet Big Data im Recruiting von Mitarbeitern?


Zur Annäherung an dieses Thema ist eine Definition von Big Data notwendig:
"Big Data bezeichnet Daten-Mengen, die zu groß, oder zu komplex sind, oder sich zu schnell ändern, um sie mit händischen und klassischen Methoden der Datenverarbeitung auszuwerten" (Quelle: Wikipedia)


Das bedeutet, dass eine Verarbeitung dieser Daten nur mit speziellen Tools möglich wird, die Big Data Funktionalitäten bieten.


Wem das zu abstrakt ist, dem sei ein Fallbeispiel genannt:
Gesucht wird ein IT-Spezialist, der sich mit Splunk, Liebermann-Software als auch mit IT-Observe auskennt sowie Sales Erfahrung mitbringt.


Der Insider weiß, dass es sich bei den genannten Fachbegriffen um Technologien aus den Bereichen Big Data, Business Intelligence und IT-Sicherheitssoftware handelt.


Ein klassischer Recruiter freut sich, dass er mit der Angabe dieser speziellen Tools schnell einen Scan in den bekannten Social Networks wie XING und LinkedIn durchführen kann. Leider wird ihm schnell klar, dass die wenigen in diesen Quellen identifizierten Kandidaten kein Interesse an einem Wechsel haben, ja nicht einmal reagieren, weil sie vor lauter Anfragen und Angeboten nach ihren Kenntnisse satt sind.


Der klassische Recruiter ist nun am Ende und kann allenfalls sehr mühsam in detektivischer Kleinstarbeit mit viel Zeitaufwand versuchen, weitere Kandidaten zu finden.


Ganz anders ergeht es dem modernen Recruiter, der Big Data Tools kennt und anwenden kann. Er kann ungleich mehr Kandidaten filtern, weil er viel mehr Quellen anzapfen und zusammenführen kann. So erreicht er Kandidaten, die noch nicht einmal oder gerade nicht in Social Networks angemeldet sind. Und das sind die interessantesten Kandidaten von allen, nach denen jeder Recruiter sucht!


Wieso kann Big Data das?
Big Data Tools können sowohl große öffentlich zugängige Datenmengen auswerten UND strukturieren. Wenn z.B. in besonderen IT Foren Probleme und deren Lösungsmöglichkeiten diskutiert werden, dann stehen dahinter immer Experten. Wenn diese Forendaten gegen andere Quellen gegenlaufen, gebündelt und sortiert werden, dann ergibt sich ein klares Bild von Kandidaten mit deren sehr spezifischen Kenntnissen. Der Recruiter, der das weiß und diese Methoden anwendet, ist um ein Vielfaches erfolgreicher bei der Findung von Experten, die er direkt auf ein passendes Stellenangebot hinweisen kann. Seine Abschlüsse beweisen das eindrucksvoll.


Wollen Sie wissen wie das geht, welche Tools dafür Anwendung finden und wie sich die Tools im praktischen Einsatz bewähren, dann melden Sie sich bei uns.


Für Auskünfte rund um Big Data Recruiting stehen Ihnen die Experten von HR-Partner gerne zur Verfügung.






Mittwoch, 17. September 2014

Die Stellenanzeige ist "verpufft", was tun?


Die Schaltung einer Stellenanzeige ist eine weit verbreitete Maßnahme, um neue Mitarbeiter zu gewinnen. Gleich nach Formulierung  der Anforderungen und Gestaltung einer Anzeige stellt sich die Frage, welches die optimale Stelle zur Veröffentlichung ist. Dass die Qual der Wahl nicht einfach ist, weiß jeder mit der Mitarbeitersuche beauftragte Personaler. Das Budget gibt in der Regel enge Grenzen vor und zwingt zur Selektion der Anzeigenplätze in Online- und Printmedien.
 
Doch was passiert, wenn die gewählte Stellenbörse nicht genügend gute Bewerbungseingänge erzeugt und die Anzeigenschaltung damit "verpufft"?
  • Ist es sinnvoll, zu einem späteren Zeitpunkt die gleiche Anzeige erneut zu schalten?
  • Müssen doch andere Stellen zur Anzeigenschaltung ausgewählt werden, und wenn ja, welche?
  • Welche Maßnahmen sind jetzt gefragt, um geeignete Kandidaten anzusprechen?
  • Muss an diesem Punkt bereits ein Personalberater mit einer komplexen Headhunting-Kampagne beauftragt werden, was die Kosten auf ein viel höheres Niveau treibt?


Active Sourcing, eine Erfolg versprechende Erweiterung!


Wir wissen als Personalberater gut, dass eine gezielte Selektion geeigneter Kandidaten in Lebenslaufdatenbanken und Social Networks schnell und effektiv möglich ist.
Die Reichweite der geschalteten Anzeige kann durch gezielte Weiterreichung der Anzeige an dieses Kandidatenpotential mittels Direktansprache entscheidend und sehr zielgerichtet erweitert werden. Diese Methode bezeichnet man im allgemeinen als "Active Sourcing".
 
Die Kosten für Active Sourcing betragen kaum mehr als die Kosten für das Schalten einer weiteren Anzeige in einem weiteren Medium. Sie hat darüber hinaus entscheidende Vorteile:
  • Es entstehen so gut wie keine Streuverluste.
  • Man erhält ein direktes Feedback der Wirkung aus der Kernzielgruppe.
  • Die selektierten Kandidaten fühlen sich umworben, weil die Anforderungen der Ausschreibung zu ihrem Profil passen.
  • Namenslisten der angesprochenen Kandidaten können ausgewertet werden und ggf. zur Anpassung der Ausschreibung dienen.
  • Eine Eskalation im Sinne einer Vergabe an Headhunter ist immer noch möglich.
  • Die verloren geglaubte Anzeigenkampagne kann noch im Budget positiv mit einer Besetzung abgeschlossen werden.
Die Vorteile legen nahe, vor einer wiederholten Anzeigenschaltung und vor Eskalation in andere Kostensphären diese Methode anzuwenden.


Sie haben Fragen zu dieser Dienstleistung?
Wir von FEL stehen Ihnen gerne für Auskünfte zur Verfügung. Rufen Sie uns einfach an unter 0431 64775-0.
 

Montag, 1. September 2014

Honorarmodelle von Headhuntern

Fast alle Unternehmen können auf leidvolle Erfahrungen bei der Eigensuche nach Mitarbeitern zurückblicken.


Der Wettbewerb um die besten Talente verschärft sich zunehmend. Mangelnde positive Bekanntheit des suchenden Unternehmens, eine schwache oder nicht wahrnehmbare Arbeitgebermarke (Employer Brand) und eine Randlage fernab von Metropolen oder bevorzugter Regionen tauchen als Begründungen häufig auf.




Eine Lösung für die Gewinnung von Mitarbeitern liegt für viele Unternehmen in der Einschaltung von Headhuntern. Die häufigsten Motive dabei lauten:
  1. Es soll nicht publik werden, dass in der Position gesucht wird.
  2. Wichtige Mitarbeiter werden trotz eigener Werbungsstrategie nicht gefunden.
Eine "verdeckte Suche" nach Kandidaten ist immer dann unverzichtbar, wenn ein Zusammenhang des Stellengesuchs und dem Auftraggeber aus (firmen-)politischen Gründen nicht hergestellt werden darf. Hier ist bleibt die Einschaltung eines Headhunters unverzichtbar.


Der andere Grund des Rufs nach Headhuntern ergibt sich, wenn zu wenige Kandidaten aus eigenen Akquisitionskanälen gefunden wurden. Es fällt auf, dass auch hier in den allermeisten Fällen verdeckte Suchen vorherrschen.


Der Grund dafür ist systemischer Natur: Eine anonyme Suche dient hier ausschließlich dem Schutz der Interessen (des Honorars) des Headhunters. Das hat zur Folge, dass die Arbeitgebermarke für die Suche nach neuen Mitarbeitern nicht wirkt und in Folge dessen der Kreis von geeigneten Kandidaten kleiner ist als möglich. Darüber hinaus ergeben sich bei anonymer Suche weitere negative Auswirkungen auf ihre Wirksamkeit.


So war guter Rat teuer:

Traditionell arbeiteten Headhunter nach einem Mischmodell aus festen und erfolgsbasierten Honorarbestandteilen. Das Honorar bemaß sich am jährlichen Bruttoeinkommen des gesuchten Kandidaten und bewegte sich zwischen 25 % und 35 % je nach Reputation des Headhunters. Bei Auftragserteilung wurde der erste Teil des Honorars entrichtet, nach Vorstellung erster Kandidaten ein zweiter und nach erfolgreicher Besetzung, d.h. einer Unterschrift unter dem Angestelltenvertrag, ein dritter und letzter Teil. Varianten davon sahen die Entrichtung eines kleineren, fixen Honorarteils bei Auftragsvergabe und eines größeren Honorarteils nach erfolgreichem Abschluss vor. Die Exklusivität der Auftragserteilung war obligatorisch.


So ist Rat nur auf den ersten Blick billig:

Parallel zum Wachstum der Internet-Stellen- und Kandidatenbörsen sowie Social Networks drängten immer mehr Wettbewerber in den Markt, die ihre Dienste häufig vollständig auf Erfolgsbasis anboten. Damit griffen sie direkt die etablierten Headhunter an und fügten ihnen empfindliche Verluste zu. Dabei handelte es sich um Klein- und Kleinstfirmen bzw. Einzelunternehmern, die ohne viel Aufwand auf Internet-Datenbanken zugreifen und den einen oder anderen Kandidaten auf diesen Plattformen kontaktieren konnten. Da die Gründer dieser Firmen meist aus Personalabteilungen stammten, hatten diese wiederum ein kleines Netzwerk, das sie mit Suchaufträgen bediente.

Der Eindruck, dass die Unternehmen von dem gewachsenen Wettbewerb profitieren, da durch den Preisverfall die Personalbeschaffung kostengünstiger wird, trügt. Die Realität zeigt vielmehr,  dass die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern zunehmend schwieriger und sogar kostenintensiver wird. Bereits seit einiger Zeit sinken die Erfolgsquoten der Personalberater in erheblichem Umfang.
Ursächlich hierfür sind:
  1. Eine Erfolgshonorierung verlockt zur Vergabe an Dienstleister, die oftmals zu früh beauftragt werden, bevor die Position genau definiert ist. Parallel dazu wird selber weitergesucht. Eine Exklusivität wird nicht erteilt.
  2. Der Headhunter sucht gleichzeitig zu den Eigenbemühungen des Auftraggebers und bewirbt Kandidaten ohne Namensnennung seiner Auftraggeber, um nicht Gefahr zu laufen, dass diese sich direkt bei dem Auftraggeber bewerben und somit die Honorierung des Headhunters aushebeln.
  3. Headhunter arbeiten nach dem Motto des abnehmenden Grenznutzens, d.h. wenn Kandidaten nicht schnell gefunden werden, dann sinkt der Ressourceneinsatz der Suche sowie die Motivation der Recruiter drastisch.
  4. Der Auftraggeber ist unzufrieden mit dem Headhunter und beauftragt einen zweiten oder dritten Dienstleister, teilweise sogar gleichzeitig.
  5. Für diese Dienstleister ist die Besetzungswahrscheinlichkeit noch schlechter, suchen sie doch in den gleichen Datenbanken und Sozialen Netzwerken wie der zuerst beauftragte Headhunter.
  6. Die Besetzung verzögert sich oder bleibt ganz aus.
  7. Interne Ressourcen werden gebunden.
Resultierend daraus sind die Kosten für die Besetzung sowie die Zeit der Kandidatensuche für schwierige Stellen höher als je zuvor.

Außerdem entstehen eine Reihe weiterer, langfristiger Negativeffekte. Kandidaten werden von unterschiedlichen Headhuntern der Reihe nach für die selbe Stelle angesprochen und zeigen sich verärgert, wenn sie schon einmal für diese Stelle absagten. Da eine anonymisierte Suche nicht immer anonym bleibt, fällt der negative Eindruck direkt auf das suchende Unternehmen zurück.

Es geht auch effektiv und preiswert!

Der Ausweg liegt in der differenzierten Herangehensweise an die Suche nach guten Mitarbeitern gemeinsam mit einem Personalberater schon während der Definitionsphase der Aufgabe. Gleich danach folgt die Festlegung der Methoden, wie und an welchen Stellen nach geeigneten Kandidaten Ausschau gehalten werden soll.

Sofern nicht zwingende Gründe für eine verdeckte Suchaktion sprechen, empfiehlt sich auf jeden Fall die Nennung des Unternehmens und seiner positiven Arbeitgebereigenschaften, da das Employer Brand zunehmend an Bedeutung gewinnt. Eine Nicht-Nutzung der Arbeitgebermarke kommt der Verschwendung vorhandener Ressourcen und der getätigten Investitionen in die Marke gleich.

Deutlich wird auch, dass eine getrennte, zeitlich parallele und nicht abgestimmte Suche des Unternehmens und des Headhunters nicht nur sinnlos sondern sogar kontraproduktiv ist. Das gemeinsame Ziel der "HR-Partner" muss sein, das Bewerbungsaufkommen in der Qualität und der Quantität zu steigern, um eine bessere gemeinsame Basis für die anschließende qualifizierte Auswahl zu schaffen. Dieses Verfahren setzt selbstverständlich eine Honorierung des Headhunters voraus, welche unabhängig davon ist, ob die Bewerbung beim Unternehmen oder beim Dienstleister eingeht.

Es liegt in der Natur der Sache, dass eine Honorierung nicht mehr davon abhängig sein kann, an welcher Stelle die Bewerbung eingeht, sei es beim Unternehmen oder beim Dienstleister. Für die Einbindung des Headhunters im wörtlichen Sinne als Personalberater bietet sich vielmehr die Vereinbarung eines Aufwandshonorars an. Eine für das beauftragende Unternehmen teure Erfolgskomponente entfällt damit gleichzeitig.

Wie sich ein Aufwandshonorar für die Personalberatung inkl. Headhunting genau darstellt und warum das für die meisten Unternehmen ein deutliche Kostensenkung bei gleichzeitiger Verkürzung der Suchzeiten bedeutet, das erörtern HR-Partner gerne mit Ihnen. Sprechen Sie uns an!